Wer kann Freimaurer werden?

Kein Dogma, keine religiösen Einschränkungen

Der Freimaurerbund ist eine Verbindung freier Männer. Grundgedanken der Freimaurerei sind Toleranz, Humanität und Kosmopolitismus. Deshalb kennen Freimaurerlogen keine religiösen, konfessionellen, ethnischen, politischen, ständischen oder beruflichen Einschränkungen, welche der Aufnahme in den Bund im Wege stehen würden. In unserem Gesetzbuch steht zu lesen "Als Aktivmiglied kann jeder freie Mann von gutem Ruf und edlem Streben aufgenommen werden, wenn er die nötige Herzens- und Geistesbildung besitzt, um das Gedankengut der Freimaurerei zu verstehen. Seine ökonomischen Verhältnisse sollten so geordnet sein, dass er seinen Verpflichtungen auch der Loge gegenüber nachkommen kann. Jedes Aktivmitglied hat die Pflicht, den Logenversammlungen regelmässig beizuwohnen.
Der Aufnahmesuchende muss mindestens 25 Jahre alt sein. Söhne von Freimaurern können mit 18 aufgenommen werden, wenn sie der Loge vom Vater oder, wenn dieser verstorben ist, durch einen anderen Meister vorgeschlagen werden. Der Meistergrad kann aber in jedem Falle nicht vor dem zurückgelegten 21. Altersjahr erteilt werden."

Dachverband ALPINA

In der Schweiz sind die Johannis Logen im Dachverband der Schweizerischen Grossloge ALPINA zusammengeschlossen. Massgeblich für die Regularität sind die alten Pflichten der englischen Grossloge in London. Im Jahre 2017 feiert die spekulative Freimaurerei das 300 jährige Bestehen.

Lebenslanges Engagement

Den Beitritt zu einer Loge verstehen die Freimaurer als ein lebenslanges Engagement. Das Aufnahmeverfahren wird deshalb sehr sorgfältig durchgeführt und zieht sich über mehrere Monate hin. Die Initiation und der Aufstieg über die Lehrstufen Lehrling – Geselle – Meister, die symbolisch dem Ausbildungsgang der mittelalterlichen Baubruderschaften entsprechen, verbindet den neuen Bruder immer enger mit der Gedankenwelt der Freimaurerei. Der Kandidat soll zur Loge, die Loge und ihre Tätigkeiten aber auch zu ihm passen. Austritte sind möglich, aber gerade wegen der eingehenden Abklärung vor der Aufnahme eher selten.