Was tun Freimaurer?

Logenzusammenkünfte

Freimaurer treffen sich in sogenannten Logen. Freimaurerlogen unterscheiden sich in Form und Anspruch von anderen geistig orientierten Vereinigungen insbesondere durch Symbole und Tempelarbeiten, die sinnstiftend in symbolischer Weise zum Erleben „offener Geheimnisse“ (Goethe) anleiten. Freimaurerlogen sind keine Geschäftsstiftende und Netzwerk pflegende Organisationen.

Die Loge Aurora Humanitatis kennt drei Arten von Zusammenkünften, wir nennen sie Arbeiten:

A) Instruktionen

An einem Montag im Monat treffen sich die „Lehrlinge“ und die „Gesellen“, meistens getrennt, zu ihren „Instruktionen“ mit dem II. Aufseher, bzw. dem I. Aufseher, begleitet von Ihren Paten und von interessierten Meistern. Der Meister vom Stuhl oder sein Stellvertreter leitet die Instruktionsloge, unterstützt von den beiden Aufsehern und dem Zeremonienmeister. Das Kennenlernen der Gepflogenheiten in unserer Loge und in der Freimaurerei ganz allgemein hilft dem Einzelnen, sich unbeschwert innerhalb der eigenen und der zu besuchenden Logen zu bewegen.

B) Konferenzen

An zwei bis drei weiteren Montagabenden versammeln sich die Brüder Meister, Gesellen und Lehrlinge zu den Konferenzen.
Im Mittelpunkt der Konferenzen stehen Vorträge philosophischen, esotherischen, künstlerischen, historischen, aber auch ganz praktischen Inhaltes. Die Referenten sind einzelne Brüder unserer Loge. Wir heissen auch immer wieder Brüder Gäste aus anderer Logen, aus dem In- & Ausland, als Referenten willkommen. An die Vorträge, oder Baurisse, wie wir sie nennen, schliessen sich in der Regel lebhafte Diskussionen an. Hier hat jeder Bruder die Möglichkeit, seine Sicht der Dinge einzubringen.

C) Tempelarbeiten

Die Tempelarbeiten finden ebenfalls an einem Montag statt. Für viele Freimaurer sind diese Arbeiten die Wichtigsten überhaupt.
Unsere Tempelarbeiten sind Anlässe rituellen Charakters. Sie finden statt zur Ehre des Allmächtigen Baumeisters aller Welten. Wie sich der einzelne Freimaurer diese höchste Macht vorstellt und mit welchem Namen er sie bezeichnen will, bleibt ihm überlassen. Die Elemente unserer Rituale – Handlungen und Symbole – sind zum Teil sehr alt. Sie enthalten grundlegende Erkenntnisse über die Struktur der Welt und die Art und Weise, wie sich der Mensch in ihr bewegen und mit ihr umgehen soll. Die Freimaurerei kennt aber keinerlei Dogmen. Die Deutung der Symbole und des Freimaurerischen Geheimnisses bleibt jedem Freimaurer überlassen. Diese persönliche Deutung eines jeden Freimaurers bleibt sein eigenes Geheimnis.

Geselligkeit

Vor und nach unseren Zusammenkünften wird dem geselligen Beisammensein grosser Raum eingeräumt. Die Verpflegung aus dem eigenen Restaurant wird von allen sehr geschätzt. Ein "Schlummertrunk" oder ein Kaffee nach den Konferenzen und das Zusammensein verbindet. Die Lounge mit Selbstbedienungsbar bietet dazu den gemütlichen Rahmen.
Nach den Tempelarbeiten wird gemeinsam ein Brudermahl eingenommen. Bei besonderen Anlässen wird dazu das Ritual einer Tafelloge verwendet.
Das brüderliche Gespräch untereinander nimmt einen hohen Stellenwert ein. Manch ein Bruder fand unter seinesgleichen einen lebenslangen guten Freund, den er anderswo vielleicht nie angetroffen hätte.